schrefler  
 
 
 

biografie


"Die schönste Harmonie entsteht durch das Zusammenbringen der Gegensätze."- Heraklit, Fragmente, B 8.
(Original altgriech.: "τὸ ἀντίξουν συμφέρον καὶ ἐκ τῶν διαφερόντων καλλίστην ἁρμονίαν […] γίνεσθαι.")

Letzte Aktualisierung: Juni 2017

Klaus Schrefler

Künstler, Ökologe, Kletterer - lebt in Graz.

Visual Media Artist

Klaus Schrefler arbeitet vorrangig spartenübergreifend oder verwendet einfach jenes medium, das ihm zum Ausdruck seines Vorhabens am besten geeignet erscheint; sein künstlerisches Werk umfasst daher viele Genres: Foto-, Video- und Installations-Arbeiten, Skulpturen im öffentlichen Raum, Animationsfilme, transdisziplinäre Kunstprojekte und unzählige Bildwerke. Der Künstler begann mit Fotografie als künstlerischem Medium, verlagerte sich aber zunehmend auf Visuelle Kunst im weiteren Sinn; zahlreiche internationale Präsentationen - Algerien, Australien, Dänemark, Deutschland, Ecuador, England, Frankreich, Indien, Japan, Kroatien, Slowenien, Spanien, USA, u. a.; Studienreisen in ~30 Länder.

Lehraufträge

Lektor an der Karl-Franzens-Universität Graz (seit 1998)
Lektor an der Pädagogischen Hochschule und der KPH Graz u.a.

Ausbildung

Studium Botanik / Ökologie, Karl-Franzens Universität Graz
2002 Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften

Initiator des KünstlerInnenkollektivs

theSYNdicate – intercultural network for transforming arts, 2002 - www.syn.mur.at .

Film & Video (Auswahl)

2011 Produktion INTERSPHERE, 3D-Animationsfilm, 3min, Austria
2009 Location Scout und Leitung der Filmaufnahmen in der Strubschlucht - Szenenbilder zur 3SAT-Doku "Sölker Marmorwelten", Austria
2001-2009 Produktion INTIÑAHUI - Im Auge der Sonne, 3D-Animationsfilm, 9 Sequenzen, 27min, Graz, Austria
2005 Das Rad der Zeit, Dokumentationsvideo zur interkulturellen Marmorskulptur, 20min, Graz, Austria
2001 Rhythmen Der Gewalt, Double-Screen-Video, 11min, Graz, Austria

Film Festivals - INTIÑAHUI - Im Auge der Sonne

2012 Cologne Art & Animation Festival
2012 IFFTAC Festival on Tribal Art Bhopal, India, offizielle Selektion, internationaler Wettbewerb
2011 Multicultural Festival, Canberra, Australien
2011 Rythmetic Festival International du Film d'Animation Expérimental, Begles, Fankreich
2010
Canton Palace Theatre Film Festival, Canton, Ohio, USA
2010 Ars Electronica Animation Festival, Linz, Austria
2009 42nd Houston WorldFest – Grand Remi Award / Bester Experimentalfilm, Houston, Texas, USA
2008 39th International Film Festival of India, IFFI Goa, Panaji, Indien – Offizielle Selektion, internat. Wettbewerb, mit offizieller Einladung des Künstlers
2007 13th Annual Twin Rivers Media Festival, Courtyard Gallery, Asheville, USA  - Offizielle Selektion, internationaler Wettbewerb, Auszeichnung: 4. Preis für Animation
2007 International Aarhus Festival of Independent Arts (AFIA), Dänemark, Offizielle Selektion internationaler Wettbewerb
2007 23rd. Chicago Latino Film Festival, USA, Offizielle Selektion, internationaler Wettbewerb

Film Präsentationen außerhalb der Festivals / im Kino
INTIÑAHUI - Im Auge der Sonne

2011 Universität Graz, Lange Nach der Museen, Graz, Austria
2011 Ritzlhof, Linz, Austria
2010 Kino in Algier, Öst. Botschaft, Algier, Algerien
2009 Schubertkino Graz, Austria
2009 Kunsthaus Graz, im Rahmen der Ausstellung „Leben? - Biomorphe Formen in der Skulptur" gezeigt; kuratiert von Katrin Bucher Trantow & Peter Pakesch, Graz, Austria

Video & Media Installationen; Multimedia Performances (Auswahl)

2011 Lange Nacht der Museen, K.-F. Universität Graz, Graz, Austria
2011 Schaumbad, Studio-Installation, Graz, Austria
2009
Schaumbad, Inti, 3D-Stereo-Installation, Graz, Austria
2004 Bahnhofs-Non-Stop-Kino, Rhythmen Der Gewalt, Graz, Austria
2004 Generalmusikdirektion, Sunsession Graz – Performance-Ritual, Im Auge der Sonne, Graz, Austria
2003 ORF Steiermark, Medien-Installation zur Ausstellungseröffnung: Frauen bauen ihre Zukunft, Graz, Austria
2003 art.work, Kulturserver der Stadt Graz
2003 NCC03 Netart Community Congress
2002 Tabor Violence Festival, A Virtual Memorial, Tabor, Czech Republic
2002 43rd International Film Festival, Thessaloniki, Greece
2002 Computer Space, Sofia, Bulgaria
2002 Liverarti Festival Biennale, Liverpool, UK [Koop. mit Violence Online Festival]
2000 Gromki, Graz Meets Metelkova Festival, Zum Abschied vom Vater, Ljubljana, Slowenien
2000
ESC Im Labor, Graz Meets Metelkova Festival, Zum Abschied vom Vater, Graz, Austria
2000
Kulturzentrum bei den Minoriten, Zum Abschied vom Vater, Graz, Austria
2000
Stadtmuseum Feldbach, Zum Abschied vom Vater, Feldbach, Austria
1999
Linz Posthof, CCP-Records Showcase, Linz, Austria
1999 Kulturzentrum Weiz, Faces/ Phases of War, Weiz, Austria
2001 Dom Im Berg, Rhythmen Der Gewalt, Graz, Austria
1999 Theatro Graz, Back to the Bone, Graz, Austria

Aktionen im öffentlichen Raum & Performance

2005 Bahnhofskino, Rhythmen der Gewalt, Graz, Austria
2004 Theater im Palais, Kanazawa Butoh Khan, Graz, Austria
1997 PAN Art Gallery, Faces/ Phases of War, Fukuoka, Japan

Werke im öffentlichen Raum

2011 Karl-Franzens Universität Graz, panta rhei, Marmorskulptur, Graz, Austria
2005 Schloss St. Martin, Das Rad der Zeit, interkulturelle Marmorskulptur, Graz, Austria

Solo- & Gruppenausstellungen (Auswahl)

2011 Schaumbad, Welcome back! Graz, Austria
2011 Galerija Makina, Pula, Kroatien
2003
ORF Steiermark, Frauen bauen ihre Zukunft, Graz, Austria
2003 Universitätsbibliothek Graz, UNIversum Graz "Graz 2003", Graz, Austria
2002 Linz Hospiz, Lebenswert, Linz, Austria
2000 Kulturzentrum bei den Minoriten, Himmlisches Jerusalem, Graz, Austria
2001 Theater im Kürbis, Zum Abschied Vom Vater, Wies, Austria
2000 Literaturhaus Wien, Fehlerlose Dunkelheiten, Wien, Austria;
2000 Theater im Kürbis, Tendenzen, Wies, Austria
1999 Fukuoka Art Museum, Natural Rhythms, Fukuoka, Japan
1999 Theatro Graz, Back to the Bone, Graz, Austria;

Konzeptionelle Kooperations-Kunstprojekte

2007-2011 T.O.Y.S. - trash of your society, Graz
2007
The Politics of Culture – Uli goes Europe, Afro-Asiatisches Institut, Graz
2007 The Politics of Culture – re-engaging Uli, Nigerianische Kunst in Graz, ESC im Labor, Graz
2006 The Politics of Culture – Nigerianische Kunst im Nirgendort, Landesschülerheim, Graz
2006 SOL Steiermark – Autophoto Guatemala, Graz

Chronologischer Abriss zur Arbeitsweise

In seinen frühen Werken (Fotografie & Malerei) dominieren Mitte der 90-er erdige Töne die organische Formensprache. Schrefler bedient sich von Beginn an mehrerer Disziplinen und arbeitet zur Präsentation seiner Werke mit MusikerInnen zusammen. Gewalt, Krieg und die Auswirkung auf die menschliche Psyche bestimmen das Schaffen dieser Zeit.Durch gezielten Einsatz von Licht entstehen teils verstörende, die sich thematisch um die Schattenseiten des menschlichen Daseins drehen, primär Fotografien, die der Künstler auch in Form von Installationen inszeniert. Ende der 90-er folgen mehrere Auslandsaufenthalte in New York, Tokio und Fukuoka (Japan), eine Schaffensphase deren Ergebnisse nach wie vor primär der künstlerischen Fotografie zuzuordnen sind, wenn auch zunehmend unter Einbeziehung digitaler Techniken. Um die Jahrtausendwende herum konzentriert er sich in seinen abstrahierten Videoarbeiten verstärkt auf den Themenkomplex der Dualität, arbeitet eng mit Künstlern anderer Disziplinen zusammen, beispielsweise mit Robert Riedl an einer multidisziplinären Performance zu dessen Buchwerk Zum Abschied vom Vater. Bei einem Aufenthalt in den Anden wird im Jahr 2001 im Süden Ecuadors der Grundstein zum Gesamtwerk Intiñahui gelegt, ein Filmzyklus für den er mit anderen KünstlerInnen über mehrere Jahre kooperiert. Die Zusammenführung unterschiedlichster Disziplinen erreicht ihren ersten Höhepunkt - die Zusammengehörigkeit der Teile fließt massiv in das Großprojekt Inti ein und spiegelt sich in der Verschmelzung von Bild, Fotografie, Film, Skulptur, Performance und Musik wieder. Die Resultate dieses Gesamtkunstwerks, das über Jahre seine Afmerksamkeit bindet, können sich schließlich sehen lassen: ein international mehrfach prämiertes Animations-Filmwerk über den Kreislauf des Lebens, mehrere Skulpturen im öffentlichen Raum, zahlreiche Bildwerke und multidisziplinäre Arbeiten. Schreflers Arbeit an Steinskulpturen hat seinen Anfang ebenfalls in Quito, wo er den Bildhauer Luis Viracocha kennenlernt und ihn für eine gemeinsame Arbeit gewinnt - Das Rad der Zeit. Die beiden realisieren 2004 gemeinsam mit Walter Ackerl die 2,5-Tonnen-Marmorskulptur in der Steiermark - parallel zur Fertigstellung der DVD zu Intiñahui - bis zu der im Jahr 2009 insgesamt schließlich acht Jahre vergehen. In diesem langen Zeitraum werden zudem weitere Animationsfilmwerke sowie teils konzeptionellere Projekte gemeinsam mit anderen KünstlerInnen umgesetzt, zB t.oy.s. - trash of your society. 2011 schließlich realisiert Klaus Schrefler gemeinsam mit Thomas Siegl mit panta rhei eine Marmorskulptur, die ihren Platz unmittelbar vor der Karl-Franzens-Universität in Graz findet. Abermals schaffen die beiden gemeinsam eine gleichnamige 3D-Animation. 2012 nimmt er schließlich das nächste Großprojekt in Angriff und konzipiert eine Stereo-real-time-Installation - ein komplexes Werk zwischen Traum und Realität.

 
 

www.inti.at
das world art projekt
ein lebenszyklus in film, skulptur, performance & musik. 2001-2009.

www.syn.mur.at
intercultural network for transforming arts - since 2002.

respect nature
Ökologie & Lehraufträge.

Schrefler
©2009 Michaela Grabner

 
 
     
"Die schönste Harmonie entsteht durch das Zusammenbringen der Gegensätze."- Heraklit, Fragmente, B 8.
(Original altgriech.: "τὸ ἀντίξουν συμφέρον καὶ ἐκ τῶν διαφερόντων καλλίστην ἁρμονίαν […] γίνεσθαι.")
 
 

Visual Media Art
© 2015 Klaus Schrefler