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Klaus Schrefler macht visuelle Kunst. Eine Einschränkung auf ein Genre lässt seine Arbeit nicht wirklich zu! Technisch sind die Werke durch die Fusion verschiedener Disziplinen charakterisiert, resultieren also in dichten hybriden Werken. Kunst, zumeist visuell ausgerichtet, in der die mit seiner Arbeit konfrontierten Menschen oft zum unmittelbaren Teil des dargestellten Systems werden.

© Helmut Wimmer 2009, im Sölker Marmor-Steinbruch
Schreflers Interesse gilt Systemen, organischen Systemen im Besonderen. Seine Arbeit widmet sich deren Funktionsweise und dem Zusammenspiel der einzelnen Teile. So entstehen transdisziplinäre Kunstprojekte wie sein großes Gesamtkunstwerk INTI. Im Zentrum steht ein komplexer knapp 30-minütiger 3D-Animationsfilm mit dem Titel 'INTIÑAHUI - Im Auge der Sonne', ein visueller Fluß von eindrucksstarken Bildern, begleitet von einem ebenso mit digitalen Mitteln erzeugten Soundtrack. Der preisgekrönte Experimentalfilm, der auch als DVD erhältlich ist, entstand gemeinsam mit Thomas Siegl, Martin Schemitsch, Elmar Ranegger und anderen lokalen Künstlern, die musikalische Komponente ist von Dr. Nachtstrom. Aspekte des Projekts wurden auch in Stein realisiert. In einer interkulturellen Kooperation mit dem ecuadorianischen Bildhauer Luis Viracocha und dem Steirer Walter Ackerl, wurde eine 2,5-tönnige Skulptur für den öffentlichen Raum geschaffen, kürzlich entstand ein neues großes Werk in Sölker Marmor, das 2010 seinem Bestimmungsort übergeben wird.
In seinen frühen Foto-, Video- und Installations-Arbeiten sind mitunter auch konfrontative und erschreckende Aspekte zu finden. Zum Hintergrund dieser Facetten seiner Arbeit, meint Klaus Schrefler, dass seine Kunst "verborgene Ängste und unbewusste Verdrängungen des Betrachters und der Gesellschaft aufgreift und reflektiert", ein Phänomen, das er schlicht als "Spiegel" bezeichnet. So wundert sein starkes Interesse an der Dualität von Licht und Finsternis kaum. Werke, die sich mit Themen wie Gewalt, Armut, Krieg und ökologischem Disater beschäftigen, sind das Resultat dieser Auseinandersetzung. Dem gegenüber stehen mitunter ruhige, manchmal meditativ anmutende Arbeiten, die sich der natürlichen Kraft und Schönheit widmen - >panta rhei<, eine aktuelle Serie aus Skulpturen, Animationen und filmischen Episoden ist ein Beispiel für diese Facette, bei der er abermals mit Thomas Siegl kooperiert.
Internationale Präsentationen in Deutschland, Frankreich, Dänemark, Slowenien, Spanien und anderen europäischen Ländern, ebenso wie in den USA, in Indien, Ecuador, Japan und Studienreisen in ~30 Länder zeugen von seiner künstlerischen Ambition.
Schrefler wurde zuerst mit seinen künstlerischen Fotografien Ende der 90-er Jahre öffentlich präsent. Später verlagert er sich zunehmend auf Visuelle Kunst im weiteren Sinn, Video unter Einbindung performativer Aktionen, Animationsfilm, Skulpturen und Werke im Öffentlichen Raum, die sich mehr und mehr dem globalen Raum widmen.
Schrefler, der seit über 10 Jahren Lehraufträge an der Universität Graz hat, widmet sich mittlerweile vorrangig seiner künstlerischen Arbeit. In der warmen Jahreszeit ist er als selbständiger Ökologe vor allem im Auftrag der Stmk. Landesregierung tätig, wenn er nicht gerade irgendwo in den Bergen seiner Liebe zum Klettern nachgeht.
Klaus Schrefler gründete Ende 2002 das Künstlerkollektiv theSYNdicate – intercultural network for transforming arts
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